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Chassis für neuen DTM-Audi wurde von HEGGEMANN aerospace in Büren gebaut
Erstes Tourenwagen-Rennen verspricht Spannung pur


Kreis Paderborn/Lippstadt/ Hockenheim. Spannung und Dramatik sind garantiert wie selten zuvor, wenn am Sonntag auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg der Startschuss zur DTM-Rennserie 2004 fällt. Die Deutsche Tourenwagen Masters steht vor einer ganz besonderen Saison, mit brandneuen, viertürigen DTM-Autos und einem hochkarätigen Fahrerfeld, das in den Testrunden nur Tausendstelsekunden auseinander lag. Genauso gespannt auf den Sieger des ersten Rennens wie die Fahrer und ihre Teamkollegen sind d ie Mitarbeiter von Heggemann aerospace am Flugplatz Paderborn-Lippstadt. Denn sie sind maßgeblich am Bau der sechs neuen Audi-Boliden beteiligt.

Audi steigt 13 Jahre nach dem Siegeszug des Audi V8 quattro nun wieder werksseitig in Europas populärste Tourenwagen-Rennserie ein. Für das Comeback setzt Audi auf den aktuellen A4 und damit auf das in Deutschland am häufigsten verkaufte Audi Modell . „Unser A4 passt perfekt zum neuen technischen Reglement der DTM“, sagt Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. Danach sind statt zweitüriger Sportcoupes nun viertürige Fahrzeuge vorgeschrieben und viele weitere Details geändert. „Der A4 DTM ist daher eine komplette Neuentwicklung, lediglich die DTM-Standardbauteile stammen vom Abt-Audi TT-R“, erklärt Wolfgang Appel, Leiter Fahrzeugtechnik bei Audi Sport. „Das DTM-Reglement ist sehr restriktiv. Trotzdem konnten wir einiges von dem einfließen lassen, was den Audi R8 in den vergangenen Jahren bei den Sport-Prototypen so erfolgreich gemacht hat.“

Audi waren die ersten, die nicht zuletzt dank des Engagements der Heggemann-Crew die Renn-Limousine fertig hatten und sich dadurch einen zeitlichen Vorsprung vor der Konkurrenz sicherten, um vor Saisonbeginn ausgiebig testen zu können. „Dass es unserer Mannschaft gelungen ist, den knapp kalkulierten Termin für das Roll-out noch vor Weihnachten einzuhalten, spricht für Audi Sport und unsere Partner“, lobte Audi Sportchef Wolfgang Ullrich. Worte, die die Mitarbeiter bei Heggemann mit Stolz hören. Mit riesengroßem Engagement und vielen Überstunden haben sie die insgesamt sechs Audi-Rennwagen gebaut. Aus der Bürener Hightech-Schmiede stammen Chassis, Fahrwerksteile, Kühler und Leitungen. In enger Zusammenarbeit mit den Audi-Ingenieuren haben die Konstruktionsabteilungen von Heggemann viele Details ausgetüftelt, die die Wagen sicherer, leichter und schneller machen. Das ostwestfälische Unternehmen hat sich als Entwicklungslieferant mit der Präzision und Qualität seiner Fertigung, Schweißtechnik und Werkstoffe europaweit einen guten Namen gemacht. Eine große Rolle spielt dabei das besonders leichte und feste Heggemann- Luftfahrtrohr. Das nahtlose Präzisionsstahlrohr wird nach den strengen Luftfahrtnormen produziert. Heggemann aerospace ist einziger Lieferant dieses begehrten Baumaterials in Europa. Alle DTM-Autos setzen inzwischen auf die Sicherheit aus OWL und fahren mit dem Spezialrohr.

Äußerlich sehen die Tourenwagen zwar aus wie ihre Straßen-Kollegen, aber original sind nur Dach sowie die A und C-Säule. Der Rest ist feinste Renntechnik.

Die DTM begann 1984 mit seriennahen Fahrzeugen als „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“ und einem Starterfeld aus Privatiers und Tunern. Über die Jahre entwickelte sich die DTM neben der Formel 1 dann zu einer der attraktivsten Rennserien.

Das strenge Reglement sorgt für größtmögliche Chancengleichheit und einen sehr engen Wettbewerb. Alle Fahrzeuge basieren auf einem Gitterrohrahmen und müssen über Heckantrieb und V8-Motoren mit vier Litern Hubraum verfügen sowie auf einheitlichen Reifen rollen.

Um hohe Entwicklungs- und Einsatzkosten zu vermeiden, ist auch der Aufbau der etwa 460 PS starken Antriebs-Aggregate genau geregelt. Der V8-Motor des Audi A4 DTM ist eine Weiterentwicklung jenes Triebwerks, das bereits im TT-R zum Einsatz kam.

Audi Sport ist es dennoch gelungen, einen DTM-Tourenwagen zu entwickeln, der sich von den Fahrzeugen der Konkurrenz in vielen Details unterscheidet - vor allem in Bezug auf die Wartungsfreundlichkeit und das Handling des Autos. Zu den technischen Highlights zählt die Heckpartie, die mit wenigen Handgriffen in einem Stück abgenommen und wieder montiert werden kann. Für eine optimale Gewichtsverteilung ist die Sitzposition des Fahrers weit nach hinten verlegt.

Dass der neue Renntourenwagen Audi A4 die Gene für einen DTM-Sieg hat, zeigte sich am Ende der viertägigen Testfahrten Mitte März in Estoril (Portugal), als Audi-Pilot Tom Kristensen für die absolute Bestzeit sorgte: Der DTM-Neueinsteiger aus Dänemark ließ Opel-Fahrer Timo Scheider hinter sich. Nach seinen erfolgreichen Jahren im Sportwagen hat sich Kristensen, fünfmaliger Sieger der 24 Stunden von Le Mans, offenbar blitzschnell im Tourenwagen eingelebt und testete unter anderem auch streckenspezifische Aspekte als Vorbereitung auf den zweiten Saison-Lauf am 2. Mai in Estoril "Es gab keinerlei technische Schwierigkeiten mit dem Audi A4 DTM, das Team hat perfekt gearbeitet, und wir konnten unser ganzes Testprogramm wie geplant abspulen. Natürlich freue ich mich über meine Bestzeit, denn ich weiß jetzt zumindest, dass ich auch in dem engen DTM-Feld vorne mit dabei bin", sagte er. "Wo wir wirklich stehen, werden wir aber erst am Sonntag beim Auftakt in Hockenheim sehen."

Neben Tom Kristensen gehören der Italiener Emanuele Pirro und der DTM-Champion von 1991, Frank Biela, sowie die bewährten Piloten Christian Abt, Martin Tomczyk und Mattias Ekström zu dem starken Fahreraufgebot von Audi. Sie müssen sich jedoch gegen hochkarätige Konkurrenz behaupten: Heinz-Harald Frentzen, dreimaliger Formel-1-Sieger und Vize-Weltmeister 1997, fährt für Opel, und Bernd Schneider, der erfolgreichste DTM-Pilot aller Zeiten, geht erneut für Mercedes-Benz ins Rennen. Traditionell umfasst der Terminkalender zehn Rennen, davon sechs in Deutschland und vier im europäischen Ausland. Die beiden Werksteams Audi Sport Team Abt Sportsline und Audi Sport Infineon Team Joest fahren ihre neuen Einsatzfahrzeuge für die DTM 2004 in den Farben ihrer Partner. Die beiden A4 DTM von Christian Abt und Tom Kristensen starten im gelben Outfit der Hasseröder Brauerei. Die Fahrzeuge von Mattias Ekström und Martin Tomczyk sind metallic-blau lackiert und tragen die Logos von Red Bull und PlayStation 2. Die silbernen A4 des Audi Sport Infineon Team Joest von Frank Biela und Emanuele Pirro werben für die "S line" Sportpakete der quattro GmbH.

Weitere Informationen bei:
HEGGEMANN aerospace AG
Zeppelinring 2-6, 33142 Büren
Fon: 02955-7610-0
Fax: 02955-7610-10
Email: aerospace@heggemann.com
Internet: www.heggemann.com

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der ILA in Halle 7,
Stand 7236!

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